Die Cranio-Jahrestagung 2019 - eine Welle der Verbundenheit

Strahlende Gesichter trotz norddeutschem Nieselregen am Hof Oberlethe in Wardenburg zeugen von der Schönheit und Harmonie unserer diesjährigen Jahrestagung, die unter dem Motto vom Sein zum Werden stand. Fast 95 Teilnehmer*innen aus allen Ecken Deutschlands kamen, um dieses gemeinsame Cranio-Feld zu kreieren und die wunderbaren Workshops zu genießen.

Auch dieses Mal konnten wir wieder mit viel Austausch und Vernetzung ein Vollbad nehmen im Craniosacralen Feld: wir durften Fulcren in all ihren Dimensionen spüren, das Gehirn balancieren, haben Kontakt zu unserem embryologischen Potential aufgenommen und uns bei allem erlaubt tiefes Wohlbefinden zu spüren und sich ausbreiten zu lassen.

 

 

Im Vorraum empfangen Marie Wortberg und Petra Sandmann die Teilnehmenden

Vor dem eigentlichen Tagungsbeginn trafen sich bereits ca. 22 Lehrer und Schulenvertreter zusammen mit dem Vorstand , um sich besser kennenzulernen und dabei über ausbildungsrelevante Themen zu beraten: Hier wurde z.B. das im vergangenen Jahr entwickelte Studienheft vorgestellt, das in Kürze in Druck gehen wird. Desweiteren wurde die CSVD-Website mit dem Weiterbildungskalender und einer künftigen Lehrer*innen-Liste, sowie die Gestaltung verschiedener Zertifikate thematisiert. Weiter wurden die Lehrer für vorkommende Beschwerden sensibilisiert, wodurch die Idee einen Ethikrat einzurichten entstand. Nach zwei intensiven Stunden konnten sich alle beim Willkommenssnack stärken und auf die Tagung freuen.

Die Tao-Halle am Hof Oberlethe kurz vor Beginn der Tagung

 

Nach der Begrüßung durch unsere 1. Vorsitzende Gudrun Berk übergibt unsere tatkräftige und allzeit präsente Moderatorin, Ursula Waldmüller, das Wort an Giorgia Milne, die uns auf bezaubernde Weise im Hier und Jetzt ankommen lässt und und mit dem Workshop 'Fulkrum des Seins' auf die Tagung einstimmt.

Giorgia Milne zusammen mit Dorothee Knief als Übersetzerin

Giorgia Milne bringt uns durch ihre Präsenz und in Ihrer besonderen Weise in die Stille des Fulcrums, indem sie uns dazu ermutigt und spüren lässt, unserer direkten Wahrnehmung zu vertrauen, auch wenn der Verstand nicht immer alles versteht. Sie führt uns im Laufe einer Meditation sowie während verschiedener Übungen in unsere eigenen Fulkren der Stille und auch in die Fulkren des Raumes um uns. Diese Fulkren sind Portale durch die wir unsere nicht-getrennte Natur des Seins erfahren.

Dieser Workshop führte zu einer großen Verbundenheit in der Gruppe – ein Geschenk für den Start in die Tagung.

Mehr zu Giorgia Milne und Ihrem Kursprogramm erfährt man hier.

Nach dem gemeinsamen Abendessen wurden einige laufende und geplante Projekte vorgestellt: Gudrun Berk gab einen Überblick zum derzeitigen Stand mit den Krankenkassen – immerhin erkennen 6 mehr als im letzten Jahr und insgesamt 67 Krankenkassen unsere Master-Zertifikate an. Eine Liste kann man im Mitgliederbereich runterladen. Susanne Sußner stellte den neuen Roll-up und das neue Poster 'Was ist Cranio' vor. Aktuelles aus der Forschung wurde von Marie Wortberg dargestellt, die Fallstudie läuft noch bis zum Jahresende – bis dahin sollen alle Bögen ausgefüllt an Dr. Heidemarie Haller von der Uni Essen verschickt werden, weitere Projekte zu Selbsthilfe mit Cranio sind im Aufbau. Von Annette Gralke wurde außerdem das Projekt eines eigenen Filmes über Cranio vorgestellt, bei dem sie erste Kontakte mit einer Regisseurin knüpfen konnte, die bereits einen Dokomentarfilm über Heiler in Deutschland gedreht hat. 

Am Samstagvormittag konnten wir in unsere Mitgliederversammlung starten, durch die uns Ursula Waldmüller als Versammlungsleiterin gekonnt durchführte.

Der Vorstand mit Gudrun Berk und Susanne Sußner berichteten von einem erfolgreichen Verbandsjahr: wieder gab es einen Mitgliederzuwachs mit inzwischen 419 Mitgliedern. Neben den vielfältigen organisatorischen Tätigkeiten konnte einiges über Öffentlichkeitsarbeit berichtet werden: z.B. von den aktuellen Cranio-Flyern, dem Artikel (Erfahrungsbericht) in Natürlich, Gesund und Munter, (Jan 2019), von einigen neuen und noch laufenden Projekten wie einer Cranio-Animation, einem eigenen Youtube-Kanal, einem eigenen Film. Das Thema Komplementärmedizin in Deutschland wurde zur Sprache gebracht.

Vom ECSAN-Treffen mit Europäischen Verbänden in 2019 in Stockholm berichten Eva Ross mit Unterstützung von Kathrin Schneider (vom UCD). Mehr dazu findet sich hier und hier unter Aktuelles unserer Website.

Die Kassenprüfung hat keine Beanstandung ergeben, die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Bevor es zu den Wahlen ging, führte Susanne Sußner aus, dass sie die Teilaufgabe als Schatzmeisterin abgeben wolle. Für diese Aufgabe erklärt sich zum Glück Anne Scholz bereit, wodurch sich nach den Wahlen der Vorstand nun aus 3 Personen zusammensetzt:
1. Vorstand: Gudrun Berk
2. Vorstand: Susanne Sußner
Schatzmeisterin: Anne Scholz

Kassenprüferinnen werden Adelheid Küppers und Vera Hellberg

Beiräte:
1. Schulen und Leitlinien: Ramraj Löwe und Santosh Weber
2. Praktizierende und Studierende: Anke Braun-Kriegeskorte und Barbara Schäfer
3. Forschung: Marie Wortberg
4. Medien: Annette Gralke und Silke Hünermann
5. Kostenträger: Michael Drechsler und Cornelia Seifert
6. Europa: Eva Ross (unterstützt von Claudia Köhler)
7. Komplementärmedizin: Barbara Schäfer, Nadine Müller und Susan Rinne (auch in Zusammenarbeit mit Europa)

Unabhängiger Ethikrat: Marie Vogelei, Hedwig Iskenius, Roland John

Nach den Wahlen ging es in die Diskussion und der folgenden Abstimmung zur Weiterbildungsverpflichtung in den Leitlinien des Verbandes.
Die Versammlung endete nach 3,5 Stunden intensiver und konzentrierter Beratung.

Einige neue und bestehende Teammitglieder.

Nach diesem intensiven und überaus erfolgreichen Vormittag mit einer enormen Erweiterung des Teams und einer entspannten Mittagspause kam der nächste Lichtblick.

Joachim Lichtenberg führte uns in seinem Workshop 'Mit dem Hirn sein'

mit leichter Erzählweise durch die Geschichte der Craniosacralen Methode in Deutschland, eng verknüpft mit seiner eigenen Biographie und die Geschichte der Arbeit mit dem Gehirn in der Entwicklung der Craniosacralarbeit. Schon Emanuel Swedenborg beschäftige sich mit dem Hirn und Sutherland hat offenbar „De Cerebro“ in englischer Fassung gelesen, denn nach dem Erscheinen des Buches begann auch er das Hirn mit in seine Arbeit einzubeziehen. Davor waren ehr die Bewegungen der Hirnhäute wesentlich. Die Eigenbewegungen des Gehirns und des Rückenmarks faszinieren seitdem die Therapeuten. Besonders in den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelten sich immer feinere Zugänge für das Hirngewebe, die wir in ein paar Übungen selbst kennenlernen durften. Wir erforschten das Hirn in verschiedener Weise: z.B. mit den 8 Richtungen. Aber auch über das Filum Terminale konnten wir einen Zugang zum Hirn und Rückenmark finden. Sehr inspirirend war auch eine Übung aus dem Brainspotting/Dual-Brain Psychology, die mit eingeschränken Sichtfeldern arbeitet. Klare Augen und eine bessere Aufrichtung bei den Teilnehmern bezeugten die Wirkung der Übungen.

Kontaktdaten von Joachim Lichtenberg und seiner CSVD-anerkannten Weiterbildungsschule finden sich hier.

Die Zeit von Samstagabend bis Sonntagnachmittag gehörten Cherionna Menzam-Sills mit ihrem Workshop 'Embryologie verkörpern' zur Erforschung mit Continuum Movement.

Cherionna Menzam-Sills zusammen mit Karen Spradley als Übersetzerin

Um dieses außerordentlich anziehende Feld des Schwebens in unserem privaten Ozean mit offener Aufmerksamkeit zu erforschen, nutzten wir unseren Atem, fließende Bewegungen sowie safte Töne wie 'O's, 'I's und 'Th's. Eingebettet in umfangreiche Informationen zur Embryologie des sich entwickelnden Körpergewebes um eine energetische Mittellinie herum, war dies eine tiefgreifende Arbeit, um in das eigene embryologische Potential einzutauchen - für viele eine köstliche Erfahrung und auch die Krönung der Tagung.

Mehr zu Cherionna Menzam-Sills und ihrem Kursprogramm erfährt man hier.

 

Zu den vielen glücklichen Gesichtern am Ende der Tagung trug ganz sicher auch der wunderbare Rahmen durch das Tagungshaus Hof Oberlethe bei, das uns mit seiner umgebenden Natur und mit seiner hervorragenden frischen Küche sehr erfreute.

Wir danken allen Vortragenden, allen TeilnehmerInnen und allen, die mit der Organisation betraut waren oder mitgeholfen haben, für ihren besonderen Beitrag für das gute Gelingen dieser schönen Cranio-Tagung.

Euer CSVD-Team

Und übrigens…. … im nächsten Jahr gibt es wieder eine Cranio-Jahrestagung. Diese findet voraussichtlich unter dem Motto 'Cranio-Quo Vadis?' im Tagungshaus Bad Helmeringen in Lauingen in der Zeit vom 09. bis zum 11.10.2020 statt. Sei mit dabei und Save the Date!

 

 

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